Kennen Sie das auch? Jeder hat es schon mal gehört, jeder weiß,
daß es das gibt ... aber keiner
weiß, wie es geht. Hier bekommen
Sie einige Anleitungen zum Gebrauch wichtiger genealogischer Hilfsmittel
im EDV-
Bereich.
1) Mailinglisten
Eine Mailingliste besteht aus eine E-Mailadresse - bei der SHFam lautet sie
shFamd-L@genealogy.net -
sowie der Teilnehmerliste mit den E-Mailadressen aller eingeschriebenen Teilnehmer.
Schreibt
man eine Mail an die Mailingliste, erhalten alle Mitglieder dieser Liste
auch diese Mail. Um an der Liste teilnehmen zu
können, ist eine Anmeldung über
die Verwaltungsseite der Liste (bei der SHFam:
http://list.genealogy.net/mailman/listinfo/shfamd-L)
oder eine Mail an den Listenbetreuer/-adminstrator
(bei der SHFam: shfam-l-request@genealogy.net)
erforderlich. Es erfolgt
dann eine Freischaltung durch den Listenbetreuer/-adminstrator mit einer Begrüßungsmail.
Bei der Mailingliste der
SHFam handelt es sich um eine geschlossene Liste, d.h. sie steht nur
Vereinsmitgliedern zur Verfügung. Ein Beispiel
für eine offene Mailingliste ist die
Mailingliste für die norddeutschen Bundesländer,
FamNord.
Will man nach alten
Beiträgen aus der Mailingliste suchen, so steht den Teilnehmern in den
meisten Listen ein Archiv zur Verfügung,
teilweise sogar mit einer Suchmöglichkeit. Das
Archiv der SHFam-Liste finden Vereinsmitglieder unter Eingabe der
persönlichen E-Mailadresse und eines
Paßwortes über die
Verwaltungsseite.
Ebenfalls über die Verwaltungsseite ist die Änderung der persönlichen Einstellungen,
die Unterbrechung der
Mailzustellung z.B. während eines Urlaubes oder die Abmeldung möglich.
Für die
Benutzung von Mailinglisten gelten verschiedene ungeschriebene Gesetze, die sogenannte
Netiquette. Die wichtigsten
Regeln lauten:
- Stellen Sie sich als neues Mitglied den anderen Teilnehmern der Liste vor; niemand weiß sonst, daß Sie da sind.
- In den meisten Mailinglisten duzt man sich und redet sich mit dem Vornamen an. Möchten Sie lieber mit "Sie" angeredet werden, wird das allerdings auch respektiert.
- Achten Sie bei Ihren Anfragen darauf, den Teilnehmern möglichst viele Informationen zu nennen. Mit "Ich suche Schmidt in Schleswig-Holstein" werden Sie nicht viel Erfolg haben.
- Wählen Sie einen aussagekräftigen Betreff. Viele Leser sortieren ihre Mails nur nach der Betreffzeile. Es wäre doch schade, wenn Ihre Mail von den meisten Lesern ungelesen gelöscht werden würde! Überprüfen Sie auch beim Antworten auf Mails die Aktualität der Betreffzeile.
- Fassen Sie sich kurz und konzentrieren Sie sich auf das Wesentliche.
- Antworten Sie auf eine Mail, überlegen Sie sich vorher, wieviel Text der vorherigen Mail noch für Ihre Antwort wichtig ist, um den Zusammenhang zu verstehen. Löschen Sie ggf. Teile.
- Bleiben Sie sachlich bei Ihren Mails. Haben Sie sich über eine Mail eines anderen Teilnehmers geärgert, überlegen Sie sich vorher, ob und wie Sie darauf ggf. reagieren. Schreiben Sie dem Betreffenden ggf. direkt und nicht über die Liste.
- Anlagen, Visitenkarten, Bilder etc. können über viele Listen nicht verschickt werden, darunter auch bei der SHFam. Wollen Sie der Liste einen größeren Text mitteilen, versenden Sie ihn bitte in der eigentlichen Mail, nicht als Anlage. Mails mit Anlagen werden vom System zurückgehalten und nicht den Teilnehmern zugestellt.
- Überlegen Sie sich, ob Ihre Mail wirklich für mehrere Teilnehmer interessant ist. Teilweise kann es auch besser sein, jemand direkt zu schreiben. Dazu gehören z.B. auch Danksagungen.
- Schicken Sie bitte nicht ungeprüft Virenwarnungen an die Liste. Oftmals sind es keine echten Viren, sondern sogenannte "Hoaxes", also falsche Meldungen. Sie finden im Internet verschiedene Homepages, auf denen die Echtheit solcher Warnungen überprüft werden kann.
2) Foren
Eine andere Möglichkeit des Informationsaustausches mit anderen Forschern sind Foren.
Der Ablauf ist ähnlich dem
der Mailinglisten. Allerdings erhält man Mails nicht an
die Foren-Mailadresse zugeschickt, sondern schaut sich die
einzelnen Beiträge online auf der betreffenden Homepage
an. Auch hier gibt es offene und geschlossene Foren. Ein Forum,
das sich mit Schleswig-Holstein
beschäftigt, ist z.B. Ahnen und Wappen - Schleswig-Holstein.
3) FoKo - Die Aktion ForscherKontakte der DAGV
FoKo ist eine Datenbank, in der Forscher ihre vorhandenen Namen in einzelnen Orten eintragen.
Dadurch besteht die
Möglichkeit, miteinander in Kontakt zu treten, um Forschungsergebnisse
auszutauschen. Für die Eingabe der Daten
gibt es Vorgaben. Vor Veröffentlichung im
Internet werden die Daten bzgl. der Vorgaben durch FoKo-Betreuer
überprüft und erst
anschließend ins Internet hochgeladen. Der Posten des FoKo-Betreuers bei der SHFam ist
z.Zt.
leider vakant. Weitere Informationen sowie das Anmeldeformular finden Sie auf der Seite
http://foko.genealogy.net.
4) GOV - Das genealogische Ortsverzeichnis
Mit GOV können Sie alles über einen Ort erfahren. Neben der geopraphischen Lage
und PLZ sind oft auch Angaben
über vorhandene genealogische Quellen und andere, in diesem
Ort tätige Forscher vorhanden. Näheres erfahren
Sie unter
http://gov.genealogy.net.
5) GEDBAS - Die Genealogische Daten Basis
In GEDBAS können Forscher ihre kompletten
Forschungsergebnisse in Form einer
GEDCOM-Datei einreichen. GEDCOM ist dabei das Format, mit dem zwischen verschiedenen
Ahnenforschungsprogrammen Daten ausgetauscht werden können. Anders als bei FOKO werden
in GEDBAS auch konkrete Daten
und nicht nur Nachnamen und Orte veröffentlicht,
so daß bereits bei der Suche in GEDBAS festgestellt werden kann,
ob die gefundenen
Personen passen. Weitere Informationen erhalten Sie unter
http://gedbas.genealogy.net.
6) Metasuche in den Vereinsdatenbanken
Verschiedene genealogische Vereine haben die Forschungsgebiete ihrer Mitglieder in
Datenbanken veröffentlicht. Die
Forschungsdatenbank der SHFam erreicht man über diese
Seite.
Möchte man den Datenbestand aller Vereine, die diese Möglichkeit nutzen, durchsuchen,
geht es über die Seite
http://db.genealogy.net/vereine/index.php.
Mitglieder der SHFam, die ihre Daten ebenfalls in die Datenbank eingeben möchten, können
dies über die Seite
Mitgliederdatenbank
auf der
Vereinshomepage unter Angabe ihres Paßwortes tun.
7) Online-Ortsfamilienbücher - OFB
Bei einem Ortsfamilienbuch handelt es sich um die Zusammenstellung von Familienzusammenhängen innerhalb eines Kirchenbuchs,
z.T. auch über die Grenzen eines Kirchspiels hinaus oder ergänzt durch weitere Quellen, wie z.B. Amtsrechnungen o.a.
Hat jemand sich die - z.T. auch lebenslange - Mühe gemacht und ein Ortsfamilienbuch erstellt, tritt das Problem auf, daß
es oftmals nur einem kleinen Kreis von Benutzern bekannt ist. Um dies zu verhindern, wurde auf der Seite
http://www.online-ofb.de/ die Möglichkeit geschaffen, ein Ortsfamilienbuch online zur Verfügung zu stellen bzw.
auf Ortsfamilienbüchern in gedruckter Form und ihren Standort hinzuweisen. Dabei kann jeder ein Online-Ortsfamilienbuch
einzustellen oder auf gedruckte Werke hinzuweisen.
8) Adressbücher
Als Vorgänger unserer heutigen Telefonbücher bieten Adressbücher eine Hilfestellung, wenn es darum geht, den
genauen Wohnort oder den Zeitpunkt des Hin- oder Wegziehens eines Vorfahren zu finden. Die Menge der erhaltenen Adressbücher
ist dabei sehr unterschiedlich. Es wurde damit begonnen, Adressücher auf der Seite http://adressbuecher.genealogy.net/app online zur Verfügung zu stellen.
9) Familienanzeigen
Während der Zugang zu den kirchlichen Quellen in der Regel relativ einfach ist, stehen Familienforscher, die in die
Gegenwart forschen, oftmals vor dem Problem des Datenschutzes, wenn sie Informationen über Familienangehörige suchen,
die nach 1876 gelebt haben. Um diese Schwierigkeit sowohl für die aktuelle Generation der Familienforscher als auch für
die kommenden etwas zu verkleinern, gibt es das Projekt der Familienanzeigen. Dabei schreiben Familienforscher die Tauf-,
Heirats-, Todes- und sonstigen Anzeigen in ihrer Tageszeitung ab und stellen sie in einer Datenbank unter
http://db.genealogy.net/familienanzeigen/ zur Verfügung.
10) GenWiki
Unter einem Wikipedia - oder kurz Wiki - versteht man ein Online-Lexikon, in das jeder auf einfache Art und Weise Informationen
einstellen kann und so zu seinem Ausbau beiträgt. Eine Sonderform des Wikis ist das sogenannte GenWiki, das sich speziell
mit genealogischen Themen beschäftigt. In verschiedenen Untergruppen, die sich durch einfaches Anklicken immer weiter
ins Detail verzweigen, finden sich z.B. Informationen über genealogische Vereine wie der SHFam, verschiedene Lexika, Basiswissen oder
die oben genannten Datenbanken. Um selber Informationen an andere Benutzer weiter geben zu können, werden Zugangsdaten
benötigt, die identisch sind mit denen, mit denen Sie sich in die
Mitgliederdatenbank der SHFam und anderer genealogischer Vereine einloggen können.
11) Familysearch
Über die Seite http://www.familysearch.org erreicht man die englischsprachige
Seite der sogenannten Mormonen. Aus Glaubensgründen sammeln die Mormonen riesigen Menge an genealogischen Material. So wurden
zahlreiche Kirchenbücher aus dem In- und Ausland ebenso wie anderes interessantes Material verfilmt. Diese Filme können
in den Genealogischen Forschungsstellen
eingesehen werden. Welche Filme zur Verfügung stehen, kann man jedoch auf dieser Seite herausfinden.
Letzte Änderung/Last update: April 2007
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